Neue FAQ

Berlin:

Die Fortbildungsnachweise sind zum einen dem Arbeitgeber und zum anderen ggf. der Pflegeschule, mit der ein Kooperationsvertrag besteht, nachzuweisen.
Des Weiteren wird im Rahmen der staatlichen Prüfung durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) überprüft, ob die Praxisanleiterin oder der Praxisanleiter, die oder der die praktische Prüfung abnimmt, die erforderlichen Qualifikationen erfüllt.
Im Rahmen der Erarbeitung der Ausführungsverordnung zum Gesundheitsschulanerkennungsgesetz werden weitere neue Regelungen bezüglich des Nachweises der Fortbildung getroffen. Diese werden nach Verkündung der Verordnung entsprechend veröffentlicht.

Brandenburg:

Im Land Brandenburg ist der Nachweis über die berufspädagogische Zusatzqualifikation von Praxisanleiterinnen und -anleitern einmalig je Praxisanleitenden auszufüllen und der Nachweis über die berufspädagogische Fortbildung jährlich bei dem Arbeitgeber (Träger der praktischen Ausbildung bzw. Kooperationspartner) vorzulegen. Auf Nachfrage sind die Nachweise ebenso gegenüber dem Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) des Landes Brandenburg vorzulegen. Der Nachweis an die Behörde erfolgt im Rahmen der Schulaufsicht vor Ort bei den Pflegeschulen bzw. ggf. durch stichprobenartige Prüfungen bei den an der praktischen Ausbildung beteiligten Einrichtungen.

Berlin:

Die im Land Berlin geltende Handreichung über die “Berufspädagogische Zusatzqualifikation von Gesundheits- und (Kinder-)KrankenpflegerInnen sowie AltenpflegerInnen” wurde für den Bereich der Ausbildung zur Pflegefachkraft unter Beteiligung einer Arbeitsgruppe aktualisiert. Die Handreichung wurde an die rechtlichen Anforderungen des Pflegeberufegesetzes (PflBG) und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV) angepasst.

Die Handreichung über die Berufspädagogische Zusatzqualifikation und jährliche Fortbildung von Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern für die Pflegeberufe wird ab dem 1. Januar 2020 im Land Berlin Anwendung finden.

Perspektivisch ist vorgesehen, die Qualifizierung der Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter im Wege einer Rechtsverordnung unter inhaltlicher Beteiligung der Fachöffentlichkeit zu regeln. Die vorliegende Handreichung findet für den Übergangszeitraum ab dem 1. Januar 2020 bis zum Erlass der entsprechenden Verordnung Anwendung.

Für die Regelung der hochschulischen Ausbildung ist die Senatskanzlei, Bereich Wissenschft und Forschung, zuständig.

Brandenburg:

Im Land Brandenburg wurde von der Neksa-Arbeitsgruppe PA-Modellcurriculum ein „Modelcurriculum für die berufspädagogische Zusatzqualifikation zur Praxisanleiterin / zum Praxisanleiter und die berufspädagogische Fortbildung für Praxisanleitende“ entwickelt.
Die curriculare Arbeit orientiert sich an das PflBG, die PflAPrV sowie die Rahmenpläne der Fachkommission nach § 53 PflBG und der Fachqualifikationsrahmen Pflegedidaktik

Die Praxiseinrichtungen, die keine Pflegefachkräfte beschäftigen, können die Praxisanleitung an andere zur Vermittlung der Ausbildungsinhalte geeignete Fachkräfte weitergeben. Diese müssen eine Ausbildung für ihren eigenen Beruf haben (bspw.: Einsatz in der Pädiatrie. Erzieher bzw. Erzieherinnen benötigen eine Ausbildung als Erzieher bzw. Erzieherinnen).

Die mindestens 300 Stunden und die 24 Stunden jährliche berufspädagogische Fortbildung sind nicht Pflicht. Für diese Fachkräfte gelten die im jeweiligen Berufszweig geforderten Fortbildungsverpflichtungen.

Berlin:

In Berlin wird der Praxisanleitung-Azubi-Schlüssel in der BlnPflASchulV geregelt. Hier wird vorgegeben, dass während der Durchführung der strukturierten Praxisanleitung in der Regel höchstens zwei Auszubildende zeitgleich angeleitet werden sollen, aber auch Gruppenanleitungen sind möglich (3-5 Auszubildende).

Brandenburg:

Im Land Brandenburg wird der Praxisanleitung-Azubi-Schlüssel in der GBSchV geregelt. Hier wird kein festgelegter Schlüssel angegeben. Die Einrichtung muss sicherstellen, dass die im PflBG und in der PflAPrV vorgegebenen Anforderungen erfüllt werden.

Berlin:

In Berlin wird der Pflegefachkraft-Azubi-Schlüssel in der BlnPflASchulV geregelt.

  • Pflegefachkraft-Azubi-Schlüssel in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern: zeitgleich mit den Auszubildenden soll eine Pflegefachkraft oder ein Praxisanleitender als Ansprechperson schnell erreichbar vor Ort zur Verfügung stehen
  • Pflegefachkraft-Azubi-Schlüssel in Einrichtungen der häuslichen Pflege:
    • 1. + 2. Ausbildungsjahr: Die Auszubildenden müssen stets begleitet werden, i.d.R. durch eine Pflegefachkraft. Im Umfang von 20% der praktischen Einsatzzeit können die Auszubildenden durch eine langjährig erfahrene Pflegehilfskraft begleitet werden (Pflegefachkraft steht für Rückfragen zur Verfügung).
    • 3. Ausbildungsjahr: Die Auszubildenden können in Einzelfällen selbstständig Aufgaben ohne Begleitung wahrnehmen (Pflegefachkraft steht für Rückfragen zur Verfügung).

Brandenburg:

Im Land Brandenburg wird der Pflegefachkraft-Azubi-Schlüssel in der GBSchV geregelt. Hier wird kein in Zahlen ausgedrückter und definierter Schlüssel angegeben. Die Einrichtung muss sicherstellen, dass die im PflBG und in der PflAPrV vorgegebenen Anforderungen erfüllt werden.

Für die geplanten Praxisanleitungen wurde in der im Land Brandenburg und Berlin geltenden „Handreichung für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter“ (CurAP und Neksa) beispielhaft die 10%ige Anleitung und die dementsprechende Dokumentation gezeigt.

Das Positionspapier des BLGS benennt auch konkrete Beispiele, anhand deren sich die Praxisanleitenden orientieren können.

Der Ausbildungsnachweis dient dem Nachweis der praktischen Pflegeausbildung und Sicherstellung der Einhaltung des Praxisanleitungsumfangs. Sie sind verbindlicher Bestandteil der praktischen Pflegeausbildung und müssen von den Auszubildenden über die gesamte Ausbildungsdauer kontinuierlich geführt und zur abschließenden Prüfung vollständig vorgelegt werden.

Die Schule ist für die Gestaltung des Ausbildungsnachweises verantwortlich und überprüft anhand dessen die Kompetenzentwicklung der Auszubildenden. Der Träger der praktischen Ausbildung, bzw. die Praxisanleitung, unterstützt die Auszubildenden ggf. bei der Dokumentation im Ausbildungsnachweis und ist für dessen Überprüfung zuständig.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat im Dezember 2019 einen Musterentwurf veröffentlicht (https://www.bibb.de/de/117108.php). Dieser basiert auf den gesetzlichen Vorgaben und bietet auf Bundesebene Orientierung für die Gestaltung der praktischen Pflegeausbildung.

Die Arbeits- und Lernaufgaben dienen dazu, die Kompetenzen anzubahnen, die für die jeweiligen Einsätze im Rahmenausbildungsplan angegeben sind.

Der Rahmenausbildungsplan gibt an, welche Aufgabenbereiche in welchem Einsatz dazu dienen, die in der PflAPrV genannten Kompetenzen zu entwickeln. Der individuelle Einsatzbereich bzw. die Praxisanleitung konkretisiert diese Aufgabenbereiche weiter, indem sie Arbeits- und Lernaufgaben stellt. Diese sind im Rahmen der praktischen Einsätze von den Auszubildenden zu bearbeiten und, mit der Unterstützung der Praxisanleitung, im Ausbildungsnachweis zu dokumentieren.

In der Handreichung für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter (CurAP und Neksa) findet man zahlreiche Beispiele für konkret ausformulierte Arbeits- und Lernaufgaben. Im Netzwerk Pflegeausbildung auf der Plattform Yammer gibt es eine Gruppe „NEKSA AG Arbeits- und Lernaufgaben“ (https://www.yammer.com/pflegeausbildung/#/threads/inGroup?type=in_group&feedId=16722437&view=all). Hier findet man einige beispielhafte Arbeits- und Lernaufgaben und kann in einer Arbeitsgruppe weitere Arbeits- und Lernaufgaben entwickeln. Ziel ist es, diese in einem „Pool“ zur Verfügung zu stellen, sodass sie individuell mit Auszubildenden genutzt werden können.

Die Eignung der Einrichtungen zur Durchführung der praktischen Ausbildung richtet sich nach dem § 7 des PflBG. Geeignete Einrichtungen sind:

  • Zugelassene Krankenhäuser nach SGB V
  • Zugelassene stationäre Pflegeeinrichtungen nach SGB XI,
  • Zugelassene ambulante Pflegeeinrichtungen nach SGB V und SGB XI

Für die Pflichteinsätze in den speziellen Bereichen der Pädiatrie und Psychiatrie sind landesbezogen Regelungen zu beachten.

Nein. Um Träger der praktischen Ausbildung für die neue generalistische Pflegeausbildung nach dem PflBG sein zu können, müssen ambulante Pflegeeinrichtungen sowohl nach SGB XI als auch nach SGB V zugelassen sein.

Sie können aber in Kooperations- oder Verbandsstrukturen ausbilden. D. h., Sie müssen hierfür Kooperationsverträge mit einem zugelassenen Träger der praktischen Ausbildung abschließen. Die Auszubildenden werden vom Träger der praktischen Ausbildung an Sie übermittelt und können in Ihrer Einrichtung den Wahleinsatz (80 – 160 Stunden) durchführen. In diesem Fall kann die Praxisanleitung an andere zur Vermittlung der Ausbildungsinhalte geeignete Fachkräfte (bspw. Pflegehilftskräfte) weitergeben werden. Diese müssen eine Ausbildung für ihren eigenen Beruf haben.

Auf der Grundlage des Kooperationsvertrages erhalten Sie von Ihrem Kooperationspartner die Kosten der Praxisanleitung erstattet. Im Rahmen einer Verbundausbildung ist es auch möglich, dass Sie fortlaufend Auszubildende in Ihrer Einrichtung im Wechsel mit Ihren Verbundpartnern anleiten. Streben Sie das Ziel an, selbst Träger der praktischen Ausbildung zu werden, dann können Sie die Zulassung nach SGB V bei der Krankenkasse beantragen. Dafür schließen Sie einen Vertrag (Versorgungsvertrag nach § 132 SGB V) mit den Krankenkassen. Federführende Stelle ist die AOK Nordost. Auf der Website finden Sie hilfreiche Informationen und Dokumente.

https://www.aok.de/gp/heilmittel/zulassung

Berlin:

Einrichtungen für den Bereich Pädiatrie:

  • Einrichtungen der pädiatrischen Krankenhausabteilungen und -stationen
  • Geburtshilfeeinrichtungen und Wochenstationen
  • Pädiatrische Facharztpraxen
  • Ambulante Krankenpflegedienste, die in der Kinderkrankenpflege tätig sind
  • Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen für beatmungspflichtige Kinder und Jugendliche
  • Ambulante und stationäre Einrichtungen der Eingliederungs- und Behindertenhilfe für Kinder und Jugendliche mit Pflegebedarf
  • Ambulante und stationäre Rehabilitationseinrichtungen für Kinder und Jugendliche
  • Einrichtungen für pflegebedürftige Kinder und Jugendliche
  • Schulen, soweit diese eine Schulgesundheitsfachkraft vorhalten und die Schülerin oder der Schüler ausschließlich im Aufgabenbereich der Schulgesundheitsfachkraft tätig ist
  • Sozialpädiatrische Zentren
  • Kinderhospize
  • Kinder- und Jugendpsychiatrien
  • Förder- und Inklusionsschule

Einrichtungen für den Bereich Psychiatrie:

  • Psychiatrische Kliniken
  • Gerontopsychiatrische Einrichtungen
  • Kinder- und Jugendpsychiatrien
  • Forensische Jugendpsychiatrien
  • Forensische Kliniken
  • Stationäre Einrichtungen für psychisch Kranke oder Suchtkranke
  • Werkstätten für psychisch erkrankte Menschen
  • Gemeinschaftliche Wohnformen für psychisch erkrankte Menschen oder Suchtkranke
  • Psychiatrische Institutsambulanzen
  • Psychiatrische Krisendienste
  • Psychiatrische häusliche Krankenpflege
  • Stationsäquivalente psychiatrische Behandlungsteams
  • Kontakt- und Beratungsstellen

Brandenburg:

Einrichtungen für den Bereich Pädiatrie:

  • Rehabilitationskliniken für Kinder und Jugendliche
  • Einrichtungen und Dienste der Kinderintensivpflege und der Häuslichen Kinderkrankenpflege, die auf anderen als unter I. genannten Rechtsgrundlagen tätig sind
  • Sozialpädiatrische Zentren
  • Wohnstätten für (schwerst)mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche
  • pädiatrische Facharztpraxen
  • Integrations-Kindertagesstätten

Einrichtungen für den Bereich Psychiatrie:

  • Einrichtungen und Dienste der allgemein-, geronto-, kinder-, oder jugendpsychiatrischen Versorgung, die auf anderen als unter I. genannten Rechtsgrundlagen tätig sind
  • gemeinschaftliche Wohnformen und Diensten für Menschen mit seelischer Behinderung

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