Für wen ist die Teilzeitausbildung nach dem PflBG geeignet?

Teilzeitausbildung = Wochenstundenreduzierte Ausbildung mit einer Höchstdauer von 5 Jahren

Die Teilzeitausbildung soll der besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf dienen.
Auszubildende mit z.B. familiären Sorgeverpflichtungen oder anderweitigen persönlichen Gründen, haben besondere Bedarfe an zeitlichen und finanziellen Ressourcen.
Hinsichtlich der zeitlichen Ressourcen ermöglicht die Teilzeitausbildung, durch die Streckung der Ausbildungszeit auf fünf Jahre, eine wöchentliche Stundenreduzierung, so dass z.B. die Betreuung von Kindern oder Angehörigen ermöglicht werden kann.
Hinsichtlich der finanziellen Ressourcen besteht die Möglichkeit für Personen, die bisher als Hilfskräfte in der Pflege tätig waren, gemeinsam mit dem bisherigen Arbeitsgeber eine BA-geförderte Pflegeausbildung in Vollzeit durchzuführen. Dadurch kann die Lücke zwischen bisherigem Arbeitsgehalt und zukünftigem Ausbildungsgehalt ausgeglichen werden.

Bei der Teilzeitausbildung ist darauf zu achten, dass sie an die gleichen rechtlichen Voraussetzungen gebunden ist wie die dreijährige Ausbildung. Dazu gehört insbesondere die Zahlung einer Ausbildungsvergütung, die für die gesamte Dauer der Ausbildung zu entrichten ist. Ausbildungen in Teilzeitform genießen hinsichtlich der Einhaltung der Voraussetzungen der Ausbildungen keinen Sonderstatus.