In welchen Einrichtungen können die Pflichteinsätze in der pädiatrischen und in der allgemein-, geronto-, Kinder- oder Jugendpsychiatrischen Versorgung absolviert werden?

Die möglichen Einsatzorte werden in der Berliner Ausfühungsverordnung zum Gesundheitsschulanerkennungsgesetz festgelegt. Die für Pflege zuständige Senatsverwaltung beabsichtigt derzeit folgende Einrichtungen für die Absolvierung in der pädiatrischen und in der allgemein-, geronto-, Kinder- oder Jugendpsychatrischen Versorgung als geeignet in der Verordnung zu definieren:

Pädiatrische Versorgung:

Für den Bereich der pädiatrischen Versorgung sind Einrichtungen nach § 7 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 5 des Pflegeberufegesetzes (PflBG) zur Durchführung von Teilen der praktischen Ausbildung geeignet, wenn sie Ausbildungsinhalte und Kompetenzen nach den Anlagen 2 und 3 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vermitteln. Hierzu kommen neben den Einrichtungen der pädiatrischen krankenhausabteilungen und -stationen insbesondere die folgenden Einrichtungen und Dienste im Bereich der Kuration, Prävention, Palliation und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen in Betracht, sofern sie die in Satz 1 genannten Voraussetzungen erfüllen:

  1. weitere Krankenhausabteilungen und -stationen,
  2. Geburtshilfeeinrichtungen und Wochenstationen,
  3. pädiatrische Facharztpraxen,
  4. ambulante Krankenpflegedienste, sofern diese im Bereich der Kinderkrankenpflege tätig sind und der tatsächliche Pflege- und Betreuungsbedarf sowie die Anzahl der zu versorgenden Kinder und Jugendlichen ausreichend ist, dass die oder der Auszubildende während des Einsatzes vollzeitumfänglich in diesem Bereich eingesetzt werden kann,
  5. ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen für beamtmungspflichtige Kinder und Jugendliche,
  6. ambulante und stationäre Einrichtungen der Eingliederungs- und Behindertenhilfe für Kinder und Jugenliche mit Pflegebedarf,
  7. ambulante und stationäre Rehabilitationseinrichtungen für Kinder und Jugendliche,
  8. Einrichtungen für pflegebedürftige Kinder und Jugendliche,
  9. Schulen, soweit diese eine Schulgesundheitsfachkraft vorhalten. Dabei darf die oder der Auszubildende ausschließlich im Aufgeabenbereich der Schulgesundheitsfachkraft tätig sein.
  10. Sozialpädiatrische Zentren,
  11. Kinderhospize,
  12. Kinder- und Jugendpsychiatrien sowie
  13. Förder- und Inklusionsschulen.

Allgemein-, geronto-, Kinder- oder Jugendpsychiatrische Versorgung:

Für den Bereich der allgemein-, geronto-, Kinder- oder Jugendpsychiatrischen Versorgung sind Einrichtungen nach § 7 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 5 des PflBG zur Durchführung von Teilen der praktischen Ausbildung geeignet, wenn sie Ausbildungsinhalte und Kompetenzen nach der Anlage 2 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vermitteln. Hierzu kommen insbesondere die folgenden Einrichtungen in Betracht, sofern sie die in Satz 1 genannten Voraussetzungen erfüllen:

  1. psychiatrische Kliniken,
  2. gerontopsychiatrische Einrichtungen,
  3. Kinder- und Jugendpsychiatrien,
  4. forensische Jugendpsychiatrien,
  5. forensiche Kliniken,
  6. stationäre Einrichtungen für psychisch Kranke oder Suchtkranke,
  7. Werkstätten für psychisch erkrankte Menschen,
  8. gemeinschaftliche Wohnformen für psychisch erkrankte Menschen oder Suchtkranke,
  9. psychiatrische Institutsambulanzen,
  10. psychiatrische Krisendienste,
  11. ambulante psychiatrische Pflegedienste,
  12. stationsäquivalente psychiatrische Behandlungsteams sowie
  13. Kontakt- und Beratungsstellen.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich im Rahmen der Verordnungsgebung noch Änderungen ergeben können, so dass gegebenenfalls einzelne der jetzt beabsichtigten geeigneten Einrichtungen final wieder herausgestrichen oder neue geeignete Einrichtungen aufgenommen werden könnten. Es wird daher empfohlen, dies entsprechend in den Kooperationsvereinbarungen zu berücksichtigen und für diesen Fall eine entsprechende Auflösungsmöglichkeit aufzunehmen.